Altersreform 2020: Volksabstimmung am 24.9.2017

20. März 2017

Die eidgenössischen Räte haben am 17. März 2017 die Reform der Altersvorsorge 2020 im Rahmen der Schlussabstimmungen verabschiedet. Das Reformvorhaben unterliegt jedoch noch der Zustimmung von Volk und Ständen. Die entsprechende Volksabstimmung ist für den 24. September 2017 vorgesehen. Bei Annahme ist das Inkrafttreten gestaffelt, per 1. Januar 2018 und per 1. Januar 2019, vorgesehen.

Die wesentlichen Entscheide im Hinblick auf die Umsetzung der Reform bei den Ausgleichskassen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

- Erhöhung des Referenzalters für Frauen auf 65: Das Referenzalter der Frauen wird schrittweise um jeweils 3 Monate pro Jahr ab 2018 erhöht. Ab 2021 gilt für Frauen Referenzalter 65.

- Flexibler Rentenbezug: Ermöglichen des Vorbezugs ab 62 Jahren. Einführung Teilrentenvorbezug und Teilrentenaufschub sowie Einführung von neuen Kürzungssätzen und Aufschubszuschlägen.

- Erwerbstätigkeit nach dem Referenzalter: Möglichkeit der Rentenverbesserung aufgrund Anrechnung von Einkommen und Beitragszeiten, die ab dem Referenzalter bis maximal zum 70. Altersjahr erzielt wurden.

- Kompensationsmassnahmen in der AHV: Einführung eines monatlichen Zuschlags von 70 Franken auf den Altersrenten für Neurentnerinnen und Neurentner. Erhöhung der Plafonierungsgrenze für Ehepaare in der AHV von heute 150% auf 155%. Diese Massnahmen treten 2019 in Kraft.

- Erhöhung des AHV-Beitragssatzes um 0.3%: Der Beitragssatz wird zur Finanzierung des Zuschlags erhöht, sobald die Erhöhung des Referenzalters der Frauen abgeschlossen ist (per 1. Januar 2021).

Weitere Informationen über die vorgesehenen Änderungen finden Sie auf der Internetseite des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV).

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